Inklusiver Handball in der Kurfürst-Moritz-Schule in Boxdorf

Oberschule der Gemeinde Moritzburg

Netzwerke schaffen ist eine aufwändige Sache. Sie zu erhalten um so schwieriger. Als Grundlage ist der Kooperationsvertrag zwischen dem Deutschen Handball Bund und Special Olympics Deutschland. Da war aber Sachsen mit dem Handballverband schon lange in dieser Spur. Es wurde und wird hier schon immer zukunftsweisend gehandelt.
Auch ist der Freundeskreis des Deutschen Handballs sowie KSB/LSB schon lange im Boot.
Das Einbinden von Landtag und Kommune sind weitere wichtige Säulen.

Einem Tipp bin ich jetzt in meiner Praxis nachgegangen.
Die
*Kurfürst-Moritz-Schule* veranstaltet ein kleines inklusives Handballturnier.
Schuldirektor Heiko Vogel: "Mit der
*Anne-Frank-Schule* Radebeul verbindet uns bereits eine über 20-jährige Zusammenarbeit im inklusiven Sportunterricht.
Die Schüler der Klasse 9c der Kurfürst-Moritz-Schule sind es gewohnt, dass Lernende mit sonderpädagogischem Förderbedarf an ihrer Seite lernen. An der Schule sind Schülerinnen und Schüler aller Förderschwerpunkte integriert."

Persönlich vor Ort ist auch Schuldirektorin Gerlinde Ziegner: "In der Förderschule ist neben vielen sportlichen Aktivitäten auch Handball an der Tagesordnung."
Im
*Radebeuler Handballverein* sind einige der Schüler als Mitglieder im Verein integriert.So war die Idee eine gemeinsame Sportstunde Handball zu machen geboren.

Die beiden Sportlehrerinnen Frau Serick und Frau Ranft begannen mit einer zünftigen Erwärmung.

 
Schnell sind vier gemischte Teams zusammengestellt.
Trainer Ansgar Wodak spielte unterstützend neben Pasqual, der im Umgang mit dem Spielgerät nicht sehr sicher ist.



Am Rand stehen und Zuschauer sein ist nicht sein Ding. Die Spielleitung als Schiri nahm Bernd Hartmann gern an.
Zu seinem Erstaunen entwickelten sich dynamische Spiele. Natürlich waren die Einflüsse anderer Ballsportarten unverkennbar.

 
Aber zu sehen, wie auf Augenhöhe miteinander umgegangen wird, ist schon bemerkenswert.


 
Am Ende sitzen alle gemeinsam und bekommen als Siegesprämie süße Riegel aus einer großen Schüssel.



 

Wer wurde Erster? Das spieltechnische ist irrelevant. Sportlich und menschlich haben alle gewonnen!
Ein gutes Beispiel, wie mit wenig Aufwand, ein solches Ereignis stattfinden kann.


Das sollte für unsere Handballvereine ein Ansporn sein sich mit dem Thema Inklusion auseinander zu setzen. Eure Kinder- und Jugenlichen sind unvoreingenommener als ihr denkt. Gebt Menschen mit Handicap die Chance an eurem normalen Alltag teil zu haben!
Es gibt bestimmt in eurem Umkreis Förderschulen, aber auch inklusive Schulen, denen unsere schöne dynamische Sportart vermittelt werden kann.

Ich stehe gern beratend zur Seite!

Bernd Hartmann
Referat Inklusion